Strompreisinformation

So setzt sich Ihr Strompreis zusammen

Ihr Strompreis besteht aus einer Vielzahl an Preisbestandteilen. Dazu zählen unter anderem Steuern, Abgaben und hoheitlich veranlasste Belastungen, die wir Ihnen nachfolgend erläutern möchten.

Stromsteuer

Die Stromsteuer ist eine gesetzlich geregelte Verbrauchssteuer, die seit 1999 auf Grund des Gesetzes zur ökologischen Steuerreform erhoben wird. Besteuert wird der Verbrauch bzw. die Entnahme aus dem Netz im deutschen Steuergebiet. Die Stromsteuer wird vom Energieversorger erhoben und an den Fiskus abgeführt. Die Stromsteuer beträgt derzeit 2,05 Cent/kWh netto.

Umsatzsteuer

Alle Entgelte unterliegen dem im Liefer- bzw. Leistungszeitraum jeweils gültigen gesetzlichen Steuersatz.

Konzessionsabgabe

Entgelte an die Kommune für die Mitbenutzung von öffentlichen Verkehrswegen durch Versorgungsleitungen. Daher wird auch die jeweilige Konzessionsabgabe seitens des Netzbetreibers weiterverrechnet und vom Lieferanten in Rechnung gestellt. Die Abgabe wird in Cent je Kilowattstunde Strom erhoben und richtet sich nach der Einwohnergröße der Gemeinde. Bis 25.000 Einwohner beträgt die Konzessionsabgabe 1,32 Cent, bis 100.000 Einwohner 1,59 Cent, bis 500.000 Einwohner 1,99 Cent und über 500.000 Einwohner 2,39 Cent.

§ 19 StromNEV-Umlage

Mit der § 19 StromNEV-Umlage wird die Entlastung bzw. Befreiung stromintensiver Unternehmen von Netzentgelten finanziert. Die aus der Strom-Netzentgeltverordnung (StromNEV) entstehenden Belastungen werden bundesweit auf die Letztverbraucher umgelegt. Die § 19 StromNEV-Umlage beträgt 0,388 ct/kWh netto für das Jahr 2017. Ergänzende Informationen werden unter www.netztransparenz.de von den zuständigen Übertragungsnetzbetreibern veröffentlicht.

Erneuerbare Energien Gesetz Umlage (EEG)

Mit der EEG-Umlage wird die Erzeugung von Strom in Anlagen erneuerbarer Energieträger gefördert, die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet werden. Diese Kosten werden gemäß EEG auf alle Verbraucher umgelegt. Die EEG-Umlage beträgt 6,88 ct/kWh netto für das Jahr 2017. Ergänzende Informationen werden unter www.netztransparenz.de von den zuständigen Übertragungsnetzbetreibern veröffentlicht.

Offshore-Haftungsumlage

Die Offshore-Haftungsumlage nach § 17f Abs. 5 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) regelt die finanzielle Verrechnung der von den Netzbetreibern für die verzögerte Anbindung von Offshore-Windenergieanlagen zu leistenden Entschädigungszahlungen und die Wälzung dieser Kosten auf die Letztverbraucher. Die Offshore-Haftungsumlage beträgt -0,028 ct/kWh netto für das Jahr 2017. Ergänzende Informationen werden unter www.netztransparenz.de von den zuständigen Übertragungsnetzbetreibern veröffentlicht.

Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-Umlage)

Kraft-Wärme-Kopplungs- (KWK-)Anlagen erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Dadurch wird ein höherer Nutzungsgrad erreicht, wodurch Brennstoff eingespart und KohlendioxidEmissionen gemindert werden können. Betreiber von KWK-Anlagen erhalten einen gesetzlich festgelegten Zuschlag. Diese Kosten werden gemäß Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) auf die Verbraucher umgelegt. Die KWK-Umlage beträgt 0,438 ct/kWh netto für das Jahr 2017. Ergänzende Informationen werden unter www.netztransparenz.de von den zuständigen Übertragungsnetzbetreibern veröffentlicht.

Umlage abschaltbare Lasten

Anbieter von abschaltbaren Lasten können vertraglich zu Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Netz- und Systemsicherheit verpflichtet werden, zum Beispiel zur kurzfristigen und kurzzeitigen Abschaltung von Verbrauchern mit hoher Leistung, und dafür eine Vergütung erhalten. Die entstehenden Kosten werden über eine Umlage finanziert, die von allen Stromverbrauchern zu tragen ist. Die Umlage für abschaltbare Lasten beträgt 0,006 ct/kWh netto für das Jahr 2017. Ergänzende Informationen werden unter www.netztransparenz.de von den zuständigen Übertragungsnetzbetreibern veröffentlicht.

Stand: 01.11.2016